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Schlaftraining: Sanfte Methode, damit dein Baby besser schlÀft

Schlaftraining: Sanfte Methode, damit dein Baby besser schlÀft

Mit einem sanften Schlaftraining kannst du deinem Baby helfen, besser zu schlafen.

Dein Baby will nicht einschlafen? Das kann Eltern an den Rand der Verzweiflung bringen. Ein Schlaftraining und Schlafrituale können helfen. Wir erklÀren dir, wie das genau funktioniert.

Was ist ein Schlaftraining?

Schlaftraining ist eine Methode, die deinem Baby helfen soll, besser einzuschlafen und irgendwann durchzuschlafen. Dabei ist das Wort Training vielleicht etwas irrefĂŒhrend. Dein Baby muss dabei nichts leisten, ĂŒben oder lernen. SChlaf ist ein natĂŒrliches BedĂŒrfnis und kann nicht erlernt werden. Vielmehr geht es darum, sich bestimmte Dinge oder Rituale anzugewöhnen, die eurem Baby zu einer ruhigeren Nacht verhelfen.

Geduld ist gefragt

Neugeborene haben noch keinen festen Rhythmus. Bis zu sechs Wochen können vergehen, bevor Babys sich an den normalen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt haben. Ab der vierten bis sechsten Lebenswoche stellen sich SĂ€uglinge jedoch auf einen individuellen Schlaf-Wachrhythmus ein. Das heißt, der Schlaf verteilt sich nicht mehr in kleinen HĂ€ppchen auf den ganzen Tag, sondern findet mehr und mehr in der Nacht statt. Zudem wirst du nach einigen Wochen eine gewisse RegelmĂ€ĂŸigkeit erkennen, wann dein Baby schlĂ€ft. Das kannst du unterstĂŒtzen.

Ab wann kannst du mit dem Schlaftraining beginnen?

0-3 Monate Ein "straffes" Schlafschema macht fĂŒr dein Baby noch wenig Sinn. Es muss alle paar Stunden gefĂŒttert werden, daher ist es ganz normal, wenn es jeweils nur einige Stunden am StĂŒck schlĂ€ft. Allerdings kannst du dein Baby im Alter von sechs Wochen bereits zu festen Zeiten schlafen lassen und damit langsam eine gewisse Schlafroutine entwickeln. Keine Angst, auch hier ist jedes Baby etwas anders, manche entdecken schnell einen eigenen Rhythmus, andere brauchen etwas lĂ€nger. 4-6 Monate (und Ă€lter)  Im Alter von vier bis sechs Monaten kann ein sanftes Schlaftraining aktiver angegangen werden. Zu diesem Zeitpunkt ist das Baby rein körperlich bereits in der Lage nachts sechs bis acht Stunden ohne Nahrung durchzuschlafen. Doch auch hier gilt: Achte gut auf die Reaktion deines Babys. Dies ist sehr individuell!

So kann ein sanftes Schlaftraining aussehen:

Tagesrhythmus entwickeln

Am Anfang sehen die Tage so aus: Wickeln, Stillen, Schmusen, Schlafen. Und dann beginnt alles wieder von vorn. Doch du wirst merken, dass dein Baby ungefĂ€hr ab einem Alter von drei bis vier Monaten immer lĂ€nger wach bleibt. RegelmĂ€ĂŸige Schlafenszeiten tagsĂŒber und abends sind gerade jetzt wichtig. Steht am besten immer zur gleichen Zeit auf, denn die Aufstehzeit bestimmt den Rest des Tagesrhythmus. Feste Stillzeiten sind ebenfalls gut um den Rhythmus zu unterstĂŒtzen - wobei hier natĂŒrlich auch kein Streß entstehen sollte. Manchmal benötigt dein Baby mehr NĂ€he und will öfter gestillt werden. Mit kleinen Ablenkungen kannst du die Phasen aber versuchen, etwas hinauszögern, falls das Kleine frĂŒher Hunger bekommen sollte.

Aktive Tage, ruhige NĂ€chte

Krabbelgruppe oder Babyschwimmen, Pekiptreffen, SpaziergĂ€nge... Auch Babys brauchen dosierte Anregungen. Wenn du Aktionen planst oder Kurse besuchst, achte darauf, dass sie nach Möglichkeit zu eurem Rhythmus passen. Wenn ihr tagsĂŒber in Maßen aktiv seid, wird dein Baby ganz automatisch abends mĂŒde sein.

Rituale pflegen

Du kannst gar nicht frĂŒh genug mit Einschlafritualen beginnen. Baden, wickeln, Schlafanzug anziehen, stillen, kuscheln, vorsingen... Alles was abends immer gleich ablĂ€uft, hilft deinem Baby zur Ruhe zu kommen. Es signalisiert schon den Kleinsten: Jetzt ist der Tag vorbei, jetzt geht es gleich ins Bett. Je reizarmer die Abende gestaltet werden, umso eher bringst du dein Baby zur Ruhe.

Nicht allein lassen

Wenn ihr das Abendritual vollzogen habt, kannst du dein Baby in sein Bettchen oder den Stubenwagen legen. Babies und Kleinkinder brauchen die feste Gewissheit, dass jemand da ist und sich um sie kĂŒmmert. Das ist wichtig, damit das Baby lernen kann alleine zu schlafen. Wenn es weint kannst du es streicheln, seine Hand halten oder es nochmal kurz auf den Arm nehmen. Dann aber solltest du es wieder zurĂŒck ins Bettchen legen und vielleicht nur ĂŒber beruhigende SĂ€tze klar machen, dass es nicht allein ist.

Selbstberuhigung fördern

Ganz wichtig fĂŒr das Schlaftraining ist, dass du die Selbstberuhigung deines Kindes förderst. Das heißt, dass du nicht bei jedem kleinen GerĂ€usch ans Bettchen eilst um zu sehen, ob es dem Kind auch gut geht. Dein Baby soll merken, dass du in der NĂ€he bist. Aber es soll auch lernen, von allein zur Ruhe zu kommen und ohne Hilfe einzuschlafen. Warte erst einmal ab, bevor du bei jedem GerĂ€usch das es macht reagierst. Du wirst ganz genau merken, wann es dich wirklich braucht.<

Schreien lassen oder nicht?

Wenn ein Baby weint, soll es natĂŒrlich getröstet werden. Immer! Kein weinendes Kind wird von alleine zur Ruhe finden, dass es einschlafen kann – außer vielleicht vor Erschöpfung. Wenn du also merkst, dass dein Baby unglĂŒcklich ist, nimm es ruhig noch einmal auf den Arm, tröste es und bringe es wieder zur Ruhe. Manchmal sind die EindrĂŒcke des Tages einfach so stark, dass sie noch nachwirken und das Kleine mehr Zuwendung beim Einschlafen braucht.

Essen in der Nacht

Bei gesunden Babys ab einem Alter von sechs Monaten ist ein FĂŒttern in der Nacht nicht mehr zwingend nötig. TatsĂ€chlich wĂ€re es fĂŒr den Verdauungsapparat sogar besser, sie wĂŒrden sich langsam daran gewöhnen nachts nichts mehr zu sich zu nehmen. Bei vielen Babys passiert das einfach ganz von allein, besonders wenn sie langsam auf feste Nahrung umsteigen, die lĂ€nger satt macht. Muttermilch verdaut ziemlich schnell, was ein nĂ€chtliches Stillen oft noch nötig machen kann. Im Übergang könnt ihr versuchen, das Kleine einfach nur zu trösten, bis es wieder einschlĂ€ft. Manchmal ist es jetzt auch hilfreich, wenn nachts der Papa am Bett auftaucht und beruhigt, denn er wird eben nicht sofort mit Stillen in Verbindung gebracht.

Kleine Elterntricks

Das Kleine hat schon zweimal durch kleine Schreie signalisiert, dass es nicht zur Ruhe finden kann. Manchmal hilft es, einfach aus dem anderen Zimmer leise zu rufen, dass man da ist. Auch leise Musik oder das GerĂ€usch einer Waschmaschine haben Erfolg beim Einschlafen gezeigt. Wichtig ist aber vor allem, dass ihr als Eltern ruhig und möglichst gelassen bleibt, auch wenn es mit dem Einschlafen mal lĂ€nger dauert. Wenn ihr die Selbstberuhigung eures Babys jetzt fördert und das Schlaftraining liebevoll durchzieht, habt ihr nach wenigen Wochen entspanntere Abende. Versprochen!< Und noch mal - es ist Geduld gefragt! Vielleicht klappt es an manchen Tagen oder sogar wochenlang gar nicht, bestimmte Rituale beizubehalten. Vielleicht stillst du dein Baby auch an den meisten Abenden in den Schlaf - alles ist in Ordnung, so lange es dir und dem Baby dabei gut geht. Bleibe entspannt und versuche es einfach immer wieder. Irgendwann schlĂ€ft jedes Kind durch! ​mama & family Tipp: Hier findest du die 6 Fehler die Eltern machen, wenn sie ihr Kind schlafen legen.

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