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Babyschlaf – So viel Schlaf benötigt dein Baby

Babyschlaf – So viel Schlaf benötigt dein Baby

Uuuund, schläft dein Kind schon durch? Wohl kaum ein Thema beschäftigt junge Eltern so sehr wie der Babyschlaf. Wir zeigen, wieviel Kinder schlafen und mit welchen Tricks sich auch müde Mütter ausruhen können.

Gefühlt haben alle deine Freunde Babys, die von Geburt an bereits mehrere Stunden am Stück schlafen. Nur dein eigenes Kind wird permanent wach und lässt die Eltern nicht zur Ruhe kommen. Das berichten viele Mütter. Und genau das ist auch ziemlich normal. Denn das Schlafbedürfnis von Babys ist sehr unterschiedlich. Dr. med. Frank Jochum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau: „In den ersten Lebenswochen schlafen Babys durchschnittlich 17 Stunden. Bis zum ersten Lebensjahr werden daraus etwa 15 Stunden.“ Er weist darauf hin, dass das Durchschnittswerte sind: „In der Realität kann es zwischen Kurz- und Langschläfern desselben Alters große Abweichungen geben, ohne dass das gleich krankhaft ist.“ Diese Unterschiede können enorm sein. So gibt es durchaus schon vier Monate alte Säuglinge, denen zehn bis zwölf Stunden Schlaf ausreichen. Andere Gleichaltrige dagegen brauchen bis zu 18 Stunden Schlaf.

Säuglinge haben mehrere Schlafphasen

Eltern müssen sich also selten Gedanken machen, ob ihr Kind ausreichend schläft. Viel wichtiger ist ein entspannter Umgang mit dem Thema. Dafür hilft das Verständnis, wie der Schlaf deines Babys funktioniert. Er unterscheidet sich grundlegend von unseren erwachsenen Ruhezeiten. Während wir eine lange Schlafphase in der Nacht haben, sind es beim Neugeborenen mehrere kurze Phasen über den gesamten Tag. Die Weichen dafür werden schon im Mutterleib gestellt. Meist ab der 36. Schwangerschaftswoche wechseln sich bei dem Fötus Phasen des Schlafens, Träumens und Wachens ab. Diesen Rhythmus setzt das Baby nach der Geburt erst einmal weiter fort. Die meisten Säuglinge haben in den ersten drei Monaten über 24 Stunden verteilt fünf mehr oder weniger gleichmäßige Schlafphasen. Es ist ein Überlebensschutz aus der Urzeit, dass sie dabei fast die ganze Zeit einen besonders leichten Schlaf haben, den REM-Schlaf. Das hilft ihnen, aufzuwachen wenn sie beispielsweise hungrig sind oder frieren.
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Nächtliche Mahlzeiten machen stark

Dieser Mechanismus erklärt auch, warum viele Babys besonders gut bei körperlichem Kontakt einschlafen: Hier fühlen sie sich sicher, vor Feinden geschützt, gewärmt und wissen, dass sie jederzeit trinken können. Diese Sicherheit schafft Vertrauen und das wiederum schafft besseren Schlaf. Zudem war in der Urzeit nachts der beste Zeitpunkt, um gestillt zu werden. Dann waren Jagd und Essensammeln der Eltern zu Ende und sie ruhten sich aus. Für Babys ideal, um ungestört über einen längeren Zeitraum an der Brust trinken zu können. Bis zum sechsten Lebensmonat ist es nach Ärztesicht daher normal, dass Babys ein oder mehrmals in der Nacht hungrig aufwachen. Erst danach kann dein Schatz – theoretisch – auf das Stillen oder Fläschchen verzichten. In diesem Alter können viele Kinder durchschlafen. Das heißt, sie schlafen sechs bis acht Stunden am Stück. Bei einer Schlafdauer von zehn bis vierzehn Stunden ist es weiterhin völlig normal, dass dein Kind nachts einmal wach wird.

Das kannst du für einen guten Babyschlaf tun

Es gibt einige Tricks, mit denen du ab dem zweiten Lebensmonat für einen guten Schlaf deines Babys sorgen kannst. Denn mit etwa vier bis sechs Wochen wird der Schlaf regelmäßiger und ein Tag-Nacht-Rhythmus beginnt. Das gilt es zu unterstützen. Aktivitäten, wenn es hell ist, Ruhe bei Dunkelheit. Das verstehen schon die Allerkleinsten. Wenn das Baby nachts wach wird, sollten Füttern und gegebenen falls Wickeln bei gedämpftem Licht und in Stille ablaufen. Tagsüber dagegen gibt es für den Säugling Anregungen und Ansprache. Von der Zeitspanne her brauchen die meisten Babys nach zwei Stunden Wachsein eine Pause. Dr. Jochum empfiehlt: „Bei Säuglingen sollten Eltern dem Rhythmus zwischen Nahrungsaufnahme und Schlaf relativ streng folgen.“ Heißt: Nach dem Trinken das dann meist müde Baby hinlegen. Wenn du dein Baby abends ins Bett bringst, helfen Routinen wie Baden, leises Singen oder Kuscheln. Das signalisiert deinem Kind: Jetzt ist Schlafenszeit.

So erhältst du mehr Schlaf

All das Wissen um den Babyschlaf mag müde Eltern zwar entspannter machen, aber nicht ausgeschlafener. Hier unsere Tipps, damit du etwas mehr wertvollen Schlaf erhältst:
  • Wechsele dich ab. Sprich mit deinem Partner, dass er auch ein oder zwei Nachtschichten in der Woche übernimmt. Dann kannst du durchschlafen oder brauchst nur kurz stillen.
  • Versuche tagsüber zu schlafen. Dein Baby ist gerade eingeschlafen? Dann auch ab auf die Couch. Mach ein Nickerchen und hole etwas Schlaf nach. Vielleicht kann dein Partner auch mit dem Baby spazieren gehen, so dass du ganz ungestört ruhen kannst.
  • Höre auf dich und dein Baby. Du hast den Eindruck, dein Baby schläft am besten, wenn du neben ihm liegst? Dann macht doch mit einem Beistellbett ein großes Familienbett und ignoriert die Ratschläge anderer. Wichtig ist das, was für dich und dein Kind gut ist.
  • Oft hilft auch eine gute Schlafumgebung, damit dein Kind entspannter zur Ruhe kommt. Experten empfehlen eine Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad, Stille, wenig Licht und einen Schlafsack.
Bildquelle: Pixabay

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