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Das perfekte Schlafritual

Text: Sofia Vittoria Nanni
Rituale wirken beruhigend und entspannend. Damit fällt es deinem Baby leicht, den Tag zu verabschieden und zur Ruhe zu kommen.

Gerade das Abendritual ist für Babys wichtig um zu merken: Jetzt ist der Tag vorbei. Außerdem hilft ihnen ein fester Ablauf leichter in den Schlaf zu finden. Hier sind einige Vorschläge für ein Einschlafritual.

Babys lieben Routine

Es ist Fakt: Babys lieben Routine. Ein immer wiederkehrender Rhythmus wirkt beruhigend auf sie, allein schon weil sie dann wissen, was sie erwartet. Besonders beim Zubettgehen ist ein festes Ritual eine gute Möglichkeit das Baby langsam zu beruhigen, ihm zu verdeutlichen: Jetzt ist der Tag vorbei. Geist und Körper bekommen dadurch etwas Zeit, um sich auf eine ruhige Nacht einzustellen. Dabei muss ein Einschlafritual keinen vorgegebenen Richtlinien folgen. Am besten ist, ihr probiert selbst aus, was für euch und euer Baby am besten funktioniert. Auch muss ein einmal etabliertes Ritual nicht über Monate und Jahre unverändert fortgeführt werden. Aber es hilft, einem bestimmten Grundmuster zu folgen. Und keine Angst: Babys lieben Wiederholungen und sind keinesfalls gelangweilt von immer gleichen Abläufen. Ganz im Gegenteil: Sie vermitteln ihnen Sicherheit und Geborgenheit.

Wann soll das Baby ins Bett?

Ab dem dritten Lebensmonat pendelt sich beim Baby ein gewisser Schlaf-Wach-Rhythmus ein. Den könnt ihr aber auch steuern. Entscheidend ist die Aufstehzeit. Sie bestimmt den weiteren Verlauf des Tages und damit auch die Zeit, zu der das Baby abends müde wird. Augen reiben, am Händchen nuckeln, ein wenig quengeln… das sind sichere Zeichen dafür, dass dein Baby müde ist und bereit fürs Bett. Diesen Zeitpunkt solltest du nicht verpassen, denn oft drehen die Kleinen dann noch mal so richtig auf.

Ihr habt noch überhaupt keine Routine? Dann kann ein Schlafritual auch dabei helfen, einen Tagesrhythmus zu etablieren. Für die meisten Babys sollte irgendwann zwischen 19 Uhr und spätestens 21 Uhr der Tag zu Ende gehen. Bedenkt dabei, dass Kinder einen unterschiedlichen Schlafbedarf haben. Wie genau ihr den Tag verabschiedet und die Nacht willkommen heißt, bleibt euch überlassen.

So kann euer Einschlafritual aussehen

Zur Ruhe kommen

Bei aufgeregten Kindern ist es von Vorteil, schon am späten Nachmittag die Reize zu reduzieren. Je ruhiger der Abend verläuft, desto leichter fällt es dem Kleinen gelassen in den Schlaf zu finden. Also den Einkauf im Supermarkt lieber gleich nach dem Mittagsschlaf erledigen, ebenso ein Pekip-Treffen oder das Babyschwimmen. Dann gibt es am Nachmittag noch genug Zeit für das Baby, die vielfältigen Reize zu verarbeiten.

Gute Nacht sagen

Abends einen kleinen Spaziergang durch Garten, Haus oder Wohnung zu machen kann ein Zubettgeh-Ritual einläuten. Verabschiedet euch gemeinsam von der Kuscheldecke, von der Schaukel im Garten, von den Stofftierchen, von allem, was Babys Alltag mit bestimmt. Dann geht es in Richtung Bad und Bett, aber der „Spiel- und Erlebnisteil“ des Tages ist jetzt ganz bewusst abgeschlossen.

Eine Babymassage entspannt

Eine kleine Massage kann ebenfalls beruhigend für das Baby sein und das Einschlafen fördern. Legt einfach ein Handtuch über eure Beine, zieht euer Baby aus, legt es zuerst auf den Rücken, so dass ihr euch anschauen könnt. Dann streiche deinem Baby leicht von innen nach außen über die Brust, als wolltest du ein Buch öffnen. Babyöl oder jedes natürliche, wohlriechende Öl ist eine wunderbare Ergänzung. Massiere nach und nach Arme, Beine, Rücken. Besser ist es übrigens die Massage vor der letzten Stillmahlzeit einzuplanen, denn mit vollem Bäuchlein kann es fürs Baby etwas unangenehm sein.

 

Eine abendliche Massage kann das Baby entspannen | Bild: Getty

 

Ein Bad zur Beruhigung

Ein warmes Bad wirkt immer beruhigend. Wähle einen beruhigenden Duft, etwa einige Tropfen Lavendelöl. Baden kann für das Baby eine aufregende Sache sein oder ganz beruhigend. Es liegt in eurer Hand als Eltern, wie ihr das Ganze für das Kleine gestaltet. Nach dem Baden könnt ihr das Kleine in ein vorgewärmtes Handtuch wickeln und sanft trocken tupfen. Eine Kuschel- und Schmuserunde läutet den nächsten Schritt des Abendrituals ab.

Windeln, Pyjamas & Zähneputzen

Ja, auch das Wickeln und das Anziehen des Pyjamas kann Teil des Einschlafrituals sein. Du kannst die letzte Windel im schon abgedunkelten Zimmer anlegen. Schön ist eine Lampe, die Sterne oder andere Muster an die Decke und die Wände projeziert. Das Ganze kann von einem beruhigenden Gute-Nacht-Lied begleitet werden.

Vorlesen am Abend

Für die ganz Kleinen ist es noch etwas zu früh für eine Vorlesegeschichte. Aber ein Buch mit kleinen Reimen die du vorsagst findet bestimmt Interesse. Achte darauf, dass du deine Stimme „reduzierst“, also ruhig und in etwas gedämpfter Tonlage sprichst. Keinesfalls sollte das Baby den Eindruck bekommen, dass die nächste Spielphase eingeleitet wird.

Singen & Musik als Einschlafhilfe

Es gibt ein paar klassische Schlaflieder, die du deinem Baby leise vorsingen kannst. Dabei ist es gar nicht entscheidend, ob du glaubst gut singen zu können. Wichtig ist nur, dass das Baby an dem Lied und an dem ganzen Drumherum merkt, dass es jetzt Zeit zum Schlafen ist.

 

mama & family Tipp: Lies mehr zum Thema Schlaftraining – Sanfte Methoden.

 

Bild: Gettyimages

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