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Sportkurse mit Baby – diese Angebote sind geeignet

Text: Kirsten Hemmerde
Regelmässige Bewegung gehört zu einem gesunden Alltag dazu. Mit Baby nicht immer einfach! Wir zeigen euch, welche Angebote ihr vor Ort mit Baby oder online nutzen könnt.

Für viele Frauen steht regelmäßige Bewegung auf der Wunschliste, um fit zu bleiben und Problemen wie Rückenschmerzen aktiv vorzubeugen. Zudem möchten sich viele Frauen einfach wieder wohlfühlen in und mit ihrem Körper. Auch dabei spielt Sport eine große Rolle. In den letzten Jahren sind zahlreiche Anbieter mit attraktiven Bewegungs-Formaten auf den Markt gekommen. Das Potential ist riesig. Denn zwar wollen viele Eltern Sport treiben. Aber eine Studie des IGES-Instituts im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hat ergeben, dass nur 28 Prozent tatsächlich sportlich aktiv sind. Jens Martin Hoyer, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, zeigt sich besorgt: „Unsere Gesellschaft leidet immer mehr an Übergewicht und Bewegungsmangel. Auch wenn es erfreulich ist, dass die Belastungswerte der Eltern laut Studie weiter abgenommen haben, so sind diese Ergebnisse ein klares Alarmsignal.“

Online-Kurse lassen sich leicht in den Alltag integrieren

Meist ist zeitlicher Stress ein Grund, weshalb es viele Mütter nicht zum Sport schaffen. Kinderbetreuung, Berufstätigkeit und Haushalt sind wahre Zeitfresser im Terminkalender. Experten empfehlen, sich hier ganz bewusst einen Platz für Sport und Bewegung freizuhalten. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn wohin mit den Kindern, wenn die Mama ins Fitnessstudio geht und kein Babysitter verfügbar ist? Hier können Online-Kurse eine gute Alternative sein. Die Fahrzeit entfällt und das heimische Wohnzimmer wird im Handumdrehen zum Sportraum. Längst haben große Anbieter den Bedarf erkannt. Gymondo bietet „Pilates für junge Mütter“ an und bei „Fitnessraum“ können Mutter und Kind sogar gemeinsam beim „Mama-Kind-Workout“ trainieren. Während für diese Trainingseinheiten ein Abo erforderlich ist, gibt es Videos mit ähnlichen Inhalten auf YouTube gratis. Auch Krankenkassen oder Sportvereine bieten mittlerweile solche Online-Sportkurse an.

Auswahl von Anbietern, die Online-Sportkurse für Mütter veranstalten

Onlinekurse sind besonders vorteilhaft für Eltern mit kleinen Babies!

Mit Videotools das Fitnessstudio nach live Hause holen

Ein normaler Online-Kurs hat den Vorteil, dass er dann durchgeführt werden kann, wenn es im eigenen Terminkalender passt. Persönliche Beratung oder der Austausch mit anderen Teilnehmern sind darüber aber nicht möglich. Wer sich ein wenig echte Kursatmosphäre nach Hause holen möchte, ist bei Live-Sportstunden genau richtig. Via Online-Konferenz – meist über Plattformen wie Zoom oder Jitsi – wird der Unterricht übertragen. Alle Teilnehmer schalten sich per Webcam oder Handykamera hinzu. Durch diese Interaktion kann der Trainer auf die Gruppe eingehen, Wünsche aufnehmen oder auch einmal direkt ins heimische Wohnzimmer korrigieren. Diese Unterstützung ist wichtig, damit Übungen richtig ausgeführt werden. Während der Corona-Pandemie haben viele Anbieter ihr Programm auf online umgestellt und bieten so auch weiter entfernt wohnenden Interessentinnen die Option, Sportarten auszuprobieren.

Auswahl von Anbietern mit Live-Online-Sportkursen für Mütter:

  • Laufmamalauf: u.a. Rückbildung, Fit mit Kind, Mama mit Kind, Kraft/Cardio für Mama und Kind
  • Kursfreunde: u.a. Mama Baby Yoga, Rücken- und BeckenbodenFit für Mamas, Power Workout für Mamas mit Kind
  • Sportdelicious: Fitnesskurse für Mamas und Schwangere mit Beratung, Feedback und WhatsApp Gruppe

Mit anderen Müttern gemeinsam sportlich unterwegs

Gemeinsam macht Bewegung meist noch mehr Spaß. In vielen Fitnessstudios, aber auch über die örtlichen Volkshochschulen oder Familienbildungsstätten werden Sportkurse für Frauen angeboten. Je nach Kurstyp dürfen auch die Kinder mit. Gerade mit kleinen Kindern kann das ein echtes Plus sein, denn so ist kein Babysitter erforderlich. Und einige Anbieter integrieren die kleinen Gäste einfach mit in den Sport. Besonders beliebt sind Tragekurse, in denen das Baby sozusagen als Gewicht dient. Damit lassen sich Workouts machen, Wanderungen oder auch Nordic Walking-Einheiten. Wer sich mit dem Kinderwagen sportlich betätigen will, kann sich nach Buggy-Kursen umschauen. Damit die Anfahrtswege nicht so lang sind oder das Training gleich mit dem Einkaufen verbunden werden kann, finden einige Kurse sogar in Shopping-Centern statt. Für Mütter mit größeren Kindern gibt es gemeinsame Yoga- oder Tanzkurse. Das Schöne an diesen Präsenzkursen ist der direkte Austausch mit Gleichgesinnten. So entstehen neue Kontakte und manchmal sogar Freundschaften ganz von alleine.

Auswahl von Anbietern mit Vor Ort-Sportkursen für Mutter und Kind:

  • Fitdankbaby: Verschiedene Kurse nach Altersstufe des Kindes
  • Laufmamalauf: Kurse mit Kinderwagen oder im Shopping-Center
  • Buggyfit: Sportkurse mit Kinderwagen oder Trage
  • Kangatraining: u.a Sportkurse mit der Trage, Walking, Kurse für Väter
  • Mamaworkout: u.a. Sportkurse für Mutter und Kind, Rückbildung
  • Familienbildungsstätten oder Volkshochschulen
  • Hebammen und Physiotherapeuten vor Ort

Kosten und Termine

Mit Sportkursen sollte frühestens nach der Rückbildung begonnen werden. Diese Rückbildungskurse finden meist sechs bis acht Wochen nach der Geburt statt. Sie sind wichtig für die Erholung und Regeneration des Körpers. Frauenarzt oder Hausarzt können bei Fragen beraten, welche Sportart am besten für den Wieder- oder Neueinstieg geeignet ist. Vielen Frauen tut es gut, zunächst einmal leicht zu starten. Buggy- oder Tragekurse verbinden dabei das Angenehme mit dem Nützlichen. Einige Anbieter haben zudem spezielle Präventionskurse im Programm, die sich an gesundheitsbewusste Frauen richten. Das Gute daran: Diese Kurse werden von der Krankenkasse mit bis zu achtzig Prozent der Kosten bezuschusst. Das lohnt sich, denn ein solches qualifiziertes Angebot kann schnell über einhundert Euro kosten. Neben den passenden Terminen und Kosten sind die Trainer ein weiterer Punkt, den es bei der Auswahl des Kurses zu beachten gilt. Die Leitung sollte fachlich ausgebildet sein, damit sie ihre Teilnehmerinnen bestmöglich unterstützen und beraten kann.

Fotos: Getty

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