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Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – das hilft!

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – das hilft!

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft treten leider häufig auf. Und Schuld daran sind nicht unbedingt die zusätzlichen Kilos am Bauch, sondern die Hormone. Aber was kann man dagegen tun?

Die Schwangerschaftshormone sorgen dafür, dass sich dein Körper nach und nach auf die Geburt einstellt. So lockert die vermehrte Ausschüttung von Progesteron Bänder und Sehnen, was wichtig ist damit das Baby gut durch den Geburtskanal kommt. Doch gleichzeitig verlieren dadurch Wirbelsäule und Gelenke an Stabilität. Das heißt auch, dass deine Haltung leidet, beziehungsweise, dass du durch den zunehmenden Schwangerschaftsbauch öfter dazu neigst ins Hohlkreuz zu gehen. Dazu kommt natürlich auch die Gewichtszunahme während der 40 Schwangerschaftswochen. Auch die Bauchmuskeln werden zunehmend weicher, ebenso wie der Beckenboden. Alles in allem: die beste Voraussetzungen für Rückenschmerzen in der Schwangerschaft.

Sind es noch „normale“ Rückenschmerzen oder muss ich mir Sorgen machen?

Die Rückenschmerzen kommen meist, wenn man lange gesessen, gestanden, gelaufen oder auch gelegen hat. Auch das morgendliche Aufstehen kann im letzten Schwangerschaftsdrittel zu Problemen führen. Viele Frauen finden keine gute Schlafposition mehr, das Baby boxt einen vielleicht zusätzlich wach oder drückt auf die Blase, so dass man nachts öfter mal raus muss... Rückenschmerzen sind gerade dann häufig die Folge. Der Schmerz strahlt meist von der Lendenwirbelsäule aus in die Pobacken, die Beine, die Leiste und manchmal bis zum Schambein. All das ist zwar unangenehm, aber es sind ganz normale Schwangerschaftsbeschwerden. Die Hormone sorgen einfach dafür, dass das Becken geschmeidiger, die Muskeln weicher werden und das Baby bei der Geburt mehr Platz hat.

Muss ich mit Rückenschmerzen zum Arzt?

Halten die Rückenschmerzen über längere Zeit an oder werden immer stärker, solltest du deinen Hausarzt_in oder Gynäkologen_in aufsuchen. Wichtig: Wenn du ein taubes oder kribbelndes Gefühl in den Beinen verspürst, dann bitte sofort zum Arzt! Auch bei Schmerzen in der Lendengegend, die nach oben und seitlich ausstrahlen, ist das Abklären durch einen Arzt ratsam. Solche Schmerzen können nämlich auf eine Blasenentzündung oder auf Nierenprobleme hinweisen. Bei plötzlich auftretenden Rückenschmerzen im dritten Trimester sollte man sich ebenfalls umgehend an den Gynäkologen wenden, insbesondere wenn man zuvor kaum Probleme hatte. Akute Rückenschmerzen ab dem 3. Trimester können auch ein Anzeichen für vorzeitige Wehen sein.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – so beugst du vor:

  • Wichtig ist vor allem eine gute, aufrechte Haltung. Langes Stehen solltest du vermeiden. Du kannst deinen Rücken zusätzlich entlasten indem du den Bauchnabel einziehst und den Po anspannst.
  • Sport in der Schwangerschaft ist nachweislich gut für das Baby und auch für dich. Natürlich muss du das Workout den Schwangerschaftswochen anpassen. Aber sowohl deine Muskeln, deine Herzfrequenz und natürlich dein Rücken profitieren von angemessenem sportlichen Engagement. Zudem wirst du die Geburt so besser überstehen, denn deine Kondition ist top!
  • Wenn du viel sitzen musst (Bürojob), solltest du sehr genau auf eine aufrechte Haltung achten. Wichtig ist vor allem die Stuhlhöhe, damit ein gerader Sitz möglich ist. Auch ein Fußschemel kann helfen. So können die Beine in einem 90°Grad-Winkel zum Knie abgestellt werden.
  • Egal ob zuhause oder im Job: Stehe immer wieder auf und laufe ein wenig herum. Das hält den Kreislauf stabil und entspannt die Rückenmuskulatur.
  • Wenn du etwas vom Boden aufheben musst, z. B. einen Wäschekorb, dann bitte immer in die Knie gehen dabei. Das entlastet den Rücken.
  • Für schwere Einkäufe solltest du unbedingt um Hilfe bitten. Am besten ist natürlich ein Trolley, den du bequem hinter dir herziehen kannst. Allerdings macht es wenig Sinn, wenn du diesen zuhause einige Treppen hoch schleppen musst.
  • Im letzten Schwangerschaftsdrittel ist der Weg morgens aus dem Bett beschwerlich. Am besten rollst du dich auf die Seite, beugst die Knie und drückst den Oberkörper mit den Armen hoch. Beine ruhig ein wenig baumeln lassen, bevor du ganz aufstehst, damit der Kreislauf etwas Fahrt aufnimmt.
Bild: Getty Images

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