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Schreibaby? 6 Tipps, die helfen

Schreibaby? 6 Tipps, die helfen

Wenn ein Baby schreit und sich einfach  nicht beruhigen lĂ€sst, wirkt sich das auch auf die Psyche der Eltern aus.

1) Habe ich ein Schreibaby?

Die Ursachen fĂŒr ein so genanntes Schreibbaby können vielfĂ€ltig sein, aber das Ergebnis ist das Gleiche: Irgendwann sind die Eltern selbst so ĂŒbermĂŒdet, dass es schwer fĂ€llt einen klaren Gedanken zu fassen. Im schlimmsten Fall kommt es zu Aggressionen von Elternseite - denn stĂ€ndiger Schlafentzug ist tatsĂ€chlich eine der schlimmsten Foltermethoden. Dazu kommen Stress sowie hĂ€ufig noch die SchuldgefĂŒhle etwas falsch zu machen oder falsch gemacht zu haben. Laut Definition ist ein Schreibaby ein Baby das mindestens an 3 Tagen pro Woche ĂŒber 3 Stunden tĂ€glich schreit und dieses Verhalten lĂ€nger als 3 Wochen anhĂ€lt.

2) Sich nicht Schuldig fĂŒhlen

Wenn ihr ein Schreibaby zu Hause habt und euch ĂŒberfordert fĂŒhlt solltet ihr euch zuerst einmal klar machen, dass ihr nicht die einzigen Eltern seid, die mit diesem Problem zu kĂ€mpfen haben.  Auf jeden Fall solltet ihr euch Hilfe holen – und zwar nicht erst dann, wenn es ĂŒberhaupt nicht mehr anders geht. HĂ€ufig lĂ€sst sich das Verhalten eures Babys doch erklĂ€ren, auch wenn es manchmal fast einen Sherlock Holmes braucht, um die tatsĂ€chlichen Ursachen zu finden.

3) Mögliche Ursachen klÀren

Die Möglichkeiten reichen von BlĂ€hungen, Allergien, ReizĂŒberflutung, Stress bei Baby oder Eltern ĂŒber einer unpassende Schlafumgebung bis hin zum KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung). In der SĂ€uglingsforschung spricht man heute von „Regulationsstörungen der frĂŒhen Kindheit“ oder von „Baby mit starken BedĂŒrfnissen“. Fast allen diesen Schreibaby ist eines gemeinsam: Sie schreien viel, schlafen schlecht, reagieren oft extrem auf Ă€ußere Reize, können schwer abschalten, wenn sie mĂŒde sind. Im Gegensatz zu anderen Babys, die einfach einschlafen, wenn es ihnen zu viel wird, scheinen diese Babys immer mehr Unterhaltung zu fordern, um sich beruhigen zu können.

4) Ein Schrei-Tagebuch fĂŒhren

Ein Schrei-Tagebuch kann dabei helfen, Muster zu erkennen. Wann wird dein Baby unruhig, wann und wie lange schreit es, wann schlĂ€ft es, wann wird es gefĂŒttert, gebadet, gewickelt, wann spielt es, wann schmust ihr zusammen? Achte auch darauf, ob dein Baby einfach wach ist ober es wirklich interessiert agiert. Vielleicht hast du auch ein paar Beruhigungstechniken, die hĂ€ufig funktionieren? Über fĂŒnf Tage hinweg gefĂŒhrt kann so ein Schreitagebuch schon ganz gut Auskunft ĂŒber die Verhaltensmuster deines Babys geben. Das wiederum ist ein guter Ausgangspunkt dafĂŒr, euch und eurem Baby gezielt zu helfen.

5) Hilfe von außen holen

Es ist wirklich keine Schande, Hilfe von außen zu holen. Vielleicht ĂŒberseht ihr ja wirklich nur etwas oder ein bestimmtes Verhaltensmuster ist mittlerweile so zur Routine geworden, dass die Schreisequenzen sich schon fast automatisiert haben. Außerdem kann es euch gut tun, euch einfach mal eine Auszeit zu nehmen und mal in Ruhe ausschlafen zu können. Euer Baby schafft das bestimmt, auch es abgepumpte Milch aus dem FlĂ€schchen trinken muss – und wenn ihr ausgeruht seid, sieht die Sache auch schon wieder ganz anders aus.

6) Schreibaby-Ambulanzen

Eine tolle Hilfe sind auch die Schreibaby-Ambulanzen. Mit einer einfachen Suche im Internet könnt ihr leicht eine Schreibaby-Ambulanz in eurer NĂ€he finden. Die MitarbeiterInnen dort sind meist ausgebildete Hebammen, Psychologen, Sozialarbeiter und auch hĂ€ufig selbst MĂŒtter, die euch zuhören und aus ihrem Erfahrungsschatz heraus eine Menge hilfreicher Tipps bieten können.

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Richtet eure Fragen im Forum auch gerne an unsere Hebamme Sabine Kroh

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