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Windpocken – Alles Wissenswerte √ľber die Kinderkrankheit

Windpocken – Alles Wissenswerte √ľber die Kinderkrankheit

Windpocken sind eine h√§ufig auftretende und unangenehme Kinderkrankheit. Zum Gl√ľck ist diese ansteckende Krankheit im Regelfall aber ungef√§hrlich. Welche Symptome auftreten, wie man Windpocken behandelt und ob es ratsam ist, zu impfen erkl√§ren wir hier.¬†

Was sind Windpocken?

Windpocken ist eine Erkrankung durch das Varicella-Zoster-Virus, eine Form des Herpesvirus. Dieser Virus ist durch Tr√∂pfcheninfektion √ľbertragbar, also durch Husten, Niesen oder Speichel. Der Name kommt durch die √úbertragung √ľber den Luftweg zustande. In der Regel erkranken Kinder im Vorschulalter an der Viruskrankheit, danach ist man sein Leben lang immun. Deshalb z√§hlt man Windpocken (Varizellen) zu den klassischen Kinderkrankheiten.¬† Die Inkubationszeit betr√§gt zwei bis drei Wochen. Dein Kind bleibt so lange ansteckend, bis alle Bl√§schen ausgetrocknet sind und der Juckreiz verschwunden ist. Dies dauert h√§ufig 10 bis 12 Tage. mama & family Tipp: Mehr √ľber Kinderkrankheiten, die Ausschlag und Pickelchen verursachen, kannst du in unserem Artikel ‚ÄěPusteln und Pickelchen‚Äú lesen.

Die Symptome von Windpocken

Die ersten Symptome erscheinen wie eine normale Erk√§ltung. Dein Kind f√ľhlt sich sehr schlapp und es hat wenig Appetit, klagt vielleicht √ľber Kopf- und Gliederschmerzen. Gelegentlich kann auch Fieber auftreten. Aber dann erscheinen am K√∂rper rote Bl√§schen, die mit Fl√ľssigkeit gef√ľllt sind. Die Bl√§schen k√∂nnen auch an den Schleimh√§uten auftreten - also im Mund, in der Nase und an den Genitalien. Diese Bl√§schen jucken ganz schrecklich. Im Laufe von ein paar Tagen tritt hier aber Besserung ein, die Bl√§schen werden immer trockener. Wenn sie ganz ausgetrocknet sind, entsteht eine kleine Kruste. Wichtig ist, nicht daran zu kratzen. Das hinterl√§sst deutliche Narben und die Bl√§schen k√∂nnen sich entz√ľnden.

Behandlung von Windpocken

In erster Linie behandelt man nur die Symptome. Es kommen zum Beispiel Cremes oder Sprays zum Einsatz, die den Juckreiz lindern oder Schmerzmittel gegen die Kopf- und Gliederschmerzen. Unter anderem gibt es auch Mentholpuder gegen den Juckreiz. Dieses solltest Du aber bei einem Kind unter zwei Jahren nicht verwenden. Kl√§re auf jeden Fall die Behandlung mit deinem Kinderarzt ab, die meisten Medikamente sind sowieso verschreibungspflichtig. Ansonsten hilft auch warmes oder kaltes Wasser gegen den Juckreiz. Bei kleinen Kindern kann man Socken oder Handschuhe √ľber die H√§nde ziehen, so dass sie sich nicht kratzen k√∂nnen. Nur in seltenen, schweren F√§llen werden virushemmende Medikamente verschrieben.

Impfung gegen Windpocken

Auch wenn in der Regel der Verlauf der Viruskrankheit harmlos ist, r√§t die st√§ndige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts zu einer Impfung gegen Windpocken. Diese wird zu Beginn des zweiten Lebensjahres durchgef√ľhrt. Besorgniserregender als der Krankheitsverlauf selber, sind eventuell auftretende Komplikationen. Durch die aufgekratzten Pusteln etwa k√∂nnen Bakterien in den K√∂rper gelangen, und zu Entz√ľndungen oder schlimmeren Erkrankungen f√ľhren. Au√üerdem bleibt der Erreger, der Varizella-Zoster-Virus, auch nach durchgestandener Krankheit teilweise in den Zellen des Immun- oder Nervensystems. Dadurch kann im sp√§teren Leben zum Beispiel eine G√ľrtelrose auftreten. Gegen die Impfung spricht, dass die meisten Komplikationen im Zusammenhang mit Varizellen erst im Erwachsenenalter auftreten. Eine Impfung ist also auch immer noch m√∂glich, wenn ein Kind bis zu einem bestimmten Alter nicht erkrankt ist. Eine Impfung garantiert au√üerdem nicht wie nach der durchgemachten Krankheit eine lebenslange Immunit√§t.

Soll mein gesundes Kind als Vorsichtsmaßnahme zuhause bleiben?

Die Krankheit ist hochansteckend, mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%. Leider auch schon lange, bevor sich die ersten Symptome zeigen. Dein Kind hat sich also sehr wahrscheinlich schon unbemerkt angesteckt, w√§hrend es weiterhin Kindergarten oder Schule besucht. Zu einer Zeit, als der Impfschutz noch nicht so verbreitet war, ging die Krankheit dann fast epidemisch in den Kinderg√§rten und Schulen um. Sollte ein Fall in eurer Einrichtung aufgetreten sein, werden alle Eltern informiert. Aber es ist wenig sinnvoll, ein bis dahin gesundes (Kindergarten)Kind als Vorsichtsma√ünahme zu Hause zu lassen - es sei denn, du kannst f√ľr mehrere Wochen auf die Betreuung verzichten. Denn man kann nicht wissen, ob es sich schon angesteckt hat. Wenn Dein Kind aber die ersten Symptome zeigt, muss es auf jeden Fall zuhause bleiben. Wie oben beschrieben f√ľhlen sich die Kinder richtig krank, vor allem in den ersten Tagen. Bis die Bl√§schen dann richtig ausgetrocknet sind, ist die Krankheit au√üerdem noch ansteckend.

Schwanger - Gefahr bei Windpocken

Durch Immunit√§t und den mittlerweile verbreiteten Impfschutz ist die Krankheit sehr selten geworden. Statistisch gesehen haben Menschen bis zu ihrem 15. Lebensjahr bereits Antik√∂rper gegen den Windpockenvirus entwickelt. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass du dich in der Schwangerschaft mit Windpocken ansteckst. Wenn Du dennoch f√ľrchtest, dich angesteckt zu haben, solltest du umgehend¬† dein_e Arzt_in aufsuchen. Eine Windpockenerkrankung in der Schwangerschaft kann f√ľr das ungeborene Kind sehr gef√§hrlich sein. Fehlbildungen, Organst√∂rungen oder neurologischen Erkrankungen k√∂nnen die Folge sein.¬† Bei einer Ansteckung kurz vor der Geburt besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Infektion des Kindes. Wenn Du weder geimpft noch immun gegen Windpocken bist, kannst Du dich auch bei jemandem mit Windpocken anstecken, der eine G√ľrtelrose hat. Beide Krankheiten werden, wie oben beschrieben, durch das gleiche Virus ausgel√∂st. Wenn Du bereits Windpocken als Kind hattest, kann sp√§ter auch w√§hrend der Schwangerschaft eine G√ľrtelrose auftreten. Dies birgt aber keine Gefahren f√ľr dein ungeborenes Kind. mama & family Tipp: Dein Baby ist genauso empfindlich gegen√ľber Kinderkrankheiten wie ein Kleinkind. In unserem Babykrankheiten ABC kannst du alles √ľber Babykrankheiten lesen.

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