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Was wird bei der Feindiagnostik gemacht?

Was wird bei der Feindiagnostik gemacht?

Feindiagnostik - was passiert genau bei den Untersuchungen in der Schwangerschaft?

Die heutige Vorsorge Situation bei einer Schwangerschaft  – insbesondere bei einer sogenannten Risikoschwangerschaft -  ist im allgemeinen ziemlich gut. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen drei Ultraschalluntersuchungen vor. Der erste findet in der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche, der zweite zwischen der 19. und 22. SSW und der letzte zwischen der 29. und 32. SSW statt.

Was ist die Feindiagnostik?

Bei der Feindiagnostik während der zweiten Ultraschalluntersuchung beobachtet der Arzt insbesondere die Organe des Babys, ob diese sich normal entwickeln. Des weiteren wird die Lage der Plazenta und die Fruchtwassermenge untersucht. Dabei wird ebenfalls eine sehr detaillierte Untersuchung des Herzens durchgeführt und eine fetale Echokardiographie. Mit dieser Untersuchung „lassen sich zu 80-90% angeborene Herzfehler erkennen, es gibt jedoch auch Herzfehler, die in der 20. Schwangerschaftswoche noch nicht (oder schwer) erkennbar sind. Dazu gehören Verengungen an den Herzklappen, deren Folgen erst später sichtbar werden. Auch ein kleines „Loch" in der Trennwand der Herzkammern ist nicht immer feststellbar.“

Was wird genau untersucht?

Bei dieser Untersuchung wird systematisch und besonders genau folgender Bereich untersucht: das Kleinhirn, die linksseitige Herzposition, alle vier Kammern des Herzens, die Haut am Rücken, die vordere Bauchwand, der Magen, die Nieren und die Harnblase.

Wer führt die Feindiagnostik durch?

Für diese Untersuchung ist es in jedem Fall wichtig, dass der durchführende Arzt eine besondere Spezialisierung hat – fragt im Zweifel ruhig nach seiner „DEGUM“- ( Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.) Qualifikationsstufe. Tipp: Die Qualifikationsstufe 2 ist entsprechend besser als die 1. 

Welche Krankheiten können durch diese Untersuchung ausgeschlossen werden?

Es gibt eine Reihe von Fehlbildungen die bei der Feindiagnostik bereits festgestellt werden können. Einige davon sind zum Beispiel: schwerwiegende Herzfehler, Lungenerkrankungen, größere Lippen-Kiefer-Spalten oder Lücken in der Bauchwand oder im Zwerchfell. Dennoch sind nicht alle Anomalien komplett auszuschließen – so können bestimmte Stoffwechselerkrankungen oder Chromosomenstörungen nicht per Ultraschall festgestellt werden. Ein Restrisiko bleibt daher nachwievor bestehen – das sollte man aber gelassen nehmen, immerhin gibt es für nichts eine hundertprozentige Sicherheit.

Quelle: http://www.geburtshilfe.uniklinikum-jena.de/

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