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Mamas: Diese Gesetze solltet ihr kennen

Mamas: Diese Gesetze solltet ihr kennen

Von Mutterschutzfrist über Kündigungsschutz bis hin zu Elterngeld und Elternzeit: Diese Dinge solltet ihr wissen.

Von Mutterschutzfrist über Kündigungsschutz bis hin zu Elterngeld und Elternzeit: Diese Dinge solltet ihr wissen.

Schwanger bei der Bewerbung

Da eine Schwangerschaft als privat gilt, besteht gegenüber dem Arbeitgeber auch beim Bewerbungs- oder Einstellungsgespräch keine Mitteilungspflicht. Selbst wenn du während des Gesprächs eine falsche Auskunft gibst darfst du nach dem Gesetz später nicht entlassen werden.

Das Mutterschutzgesetz

Nach dem Mutterschutz gelten für berufstätige schwangere Frauen und Mütter besondere Rechte. Dabei ist es egal, ob du in Voll- oder Teilzeit arbeitest, geringfügig beschäftigt bist oder gerade eine Ausbildung machst. So hast du auch während der gesamten Schwangerschaft schon einen Anspruch auf bezahlte Freistellung wenn du zum Arzt musst.

Die Mutterschutzfrist

Deine Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor und endet in der Regel acht Wochen nach der Geburt. Sollte dein Kind zu früh zur Welt kommen verlängert sich dadurch natürlich dein Mutterschutz um die Anzahl der Tage, die vor der Geburt nicht in Anspruch genommen wurden. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich der Mutterschutz um weitere vier Wochen.

Kündigungsschutz

Der Kündigungsschutz besteht bis zu vier Monate nach der Geburt deines Kindes. Das gilt auch, wenn du bei der Kündigung noch nichts von deiner Schwangerschaft wusstest. Gut zu wissen: Kündigungen sind wirklich nur in Ausnahmefällen möglich. Wird dir dennoch gekündigt, solltest du dir beim Betriebs- oder Personalrat, oder bei einer Beratungsstelle fachliche Unterstützung holen. Bei befristeten Arbeitsverträgen wirkt sich der Kündigungsschutz allerdings nicht auf die Befristung aus.

Verbotene Arbeiten

Als werdende Mutter darfst du keine schweren körperlichen Arbeiten erledigen oder mit Arbeiten beauftragt werden, bei denen du mit gefährlichen Stoffen oder anderen schädlichen Einwirkungen in Berührung kommst. Du darfst unter anderem ab dem 5. Monat auch nicht länger als vier Stunden täglich stehen oder am Fließband mit vorgeschriebenem Tempo arbeiten.

Beschäftigungsverbot

Das allgemeine Beschäftigungsverbot gilt während der gesamten vierzehnwöchigen Mutterschutzfirst. Dabei kannst du in den sechs Wochen vor der Entbindung auf eigenen Wunsch weiterarbeiten, darfst jedoch jederzeit dein Recht auf Mutterschutz wahrnehmen. In den acht Wochen nach der Geburt darfst du nicht beschäftigt werden.

Bei schwangerschaftsbedingten drohenden oder schon vorhandenen Erkrankungen kann ein teilweises oder totales Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden. Dein Anspruch auf Lohn/Gehalt bleibt in diesem Fall bestehen.

Extrazeit zum Stillen

Entscheidest du dich dazu frühzeitig an deine Arbeitsstelle zurückzukehren steht dir mindestens zweimal täglich eine halbe Stunde oder einmal täglich eine volle Stunde Stillzeit zu. Gegebenenfalls solltest du auch rechtzeitig klären, ob es einen Rau gibt, in dem du dich mit Baby oder Milchpumpe zurückziehen kannst – allerdings ist der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet, dir einen Raum zu stellen. Finanzielle Nachteile dürfen dir wegen des Stillens auch nicht entstehen und du musst die Zeit auch nicht vor- oder nacharbeiten.

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