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Kinderwunsch: Wann ist eine medizinische Behandlung sinnvoll?

Kinderwunsch: Wann ist eine medizinische Behandlung sinnvoll?

Manchmal will es mit einer Schwangerschaft einfach nicht klappen. Doch ab wann ist eine medizinische Behandlung wirklich sinnvoll?

Warum werde ich nicht schwanger? Diese Frage stellen sich Frauen, wenn es mit der Erfüllung des Kinderwunsches nicht sofort klappen will. Doch wann soll man es einfach entspannt weiter probieren und wann ist eine medizinische Behandlung sinnvoll?

1 bis 2 Jahre üben ist normal

Eine Schwangerschaft lässt sich nicht erzwingen. Doch viele Paare werden ungeduldig oder machen sich Sorgen, wenn es mit dem gewünschten Baby nicht sofort klappen will. Stimmt etwas mit uns nicht? Sind beide Partner nachweislich gesund, raten Experten zur Gelassenheit. Es kann ein bis zwei Jahre dauern, bis sich endlich ein Baby ankündigt. Laut WHO spricht man erst dann von einer sterilen Partnerschaft, wenn nach zwei Jahren regelmäßigem Geschlechtsverkehr immer noch keine Zeugung erfolgt ist.

Das Alter der Frau spielt eine große Rolle

Die Chancen schwanger zu werden sinken gerade bei Frauen mit zunehmendem Alter. Frauen mit Mitte dreißig sollten also nicht zu lange warten, wenn es der Kinderwunsch sich nicht erfüllt. Biologisch betrachtet ist die Fruchtbarkeit der Frau zwischen 20 und 29 Jahren am höchsten. Ab 35 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden nur noch bei 25 Prozent. Auch bei bekannten Vorerkrankungen macht es wenig Sinn zu lange zu warten. Dazu können Unterleibsentzündungen und zyklusabhängige Schmerzen bei der Frau gehören, oder ein Hodenhochstand sowie eine Mumps-Erkrankung beim Mann, sexuell übertragbare Krankheiten und Erkrankungen, die eine Chemotherapie erforderlich machen.

Gesunde Ernährung und Gelassenheit helfen

Wenn ihr euch für ein Kind entschieden habt ist zudem eine gesunde und bewusste Lebensweise wichtig. Eine ausgewogene, vitaminreiche und gesunde Ernährung fördert die Gesundheit, was wiederum Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben kann. Übrigens kann auch Zink die Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. Das Mineral fördert die Entwicklung einer befruchtungsfähigen Eizelle. Der Kinderwunsch sollte in keinem Fall den Alltag beherrschen. Eine entspannte Grundhaltung sind wichtig für das Schwangerwerden. Ganz wichtig ist auch: Vermeidet Stress und stellt gegebenenfalls das Rauchen ein.

Ab wann ist eine medizinische Behandlung sinnvoll?

Wenn es auch nach zwei Jahren trotz bester Gesundheit beider Partner trotz allem nicht geklappt hat, ist eine medizinische Behandlung sinnvoll. Vor einer Kinderwunschbehandlung sollten sich jedoch noch einmal beide Partner medizinisch durchchecken lassen. Wie eine Kinderwunschbehandlung dann aussieht, wird ganz individuell geklärt. Nicht immer ist dafür gleich eine künstliche Befruchtung oder eine andere komplizierte Behandlung notwendig. Manchmal reicht es schon wenn der Arzt mithilft den Zyklus der Frau zu optimieren. Dabei wird der Zyklus der Frau mit Ultraschall und der genauen Bestimmung der Hormone überwacht. Zum richtigen Zeitpunkt empfiehlt der Arzt dann den Geschlechtsverkehr. Wenn es nötig wird kann der Zyklusablauf durch die Verordnung bestimmter Hormone angeregt werden, damit es schneller zu einer Schwangerschaft kommt. Sollte eine künstliche Befruchtung unumgänglich sein, sollten sich Paare folgende Fragen stellen:
  • Wie lange soll die Behandlung dauern und wie viel wollen wir dafür ausgeben?
  • Wie gehen wir mit dem Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft um?
  • Brauchen wir während der Kinderwunschbehandlung zusätzlich psychologische Unterstützung?
  • Was tun wir, wenn es nicht klappt?
Vor der eigentlichen Behandlung finden natürlich mehrere Beratungsgespräche statt welche Methode für das Paar die richtige ist und wie die Erfolgschancen stehen. Viele Kinderwunschkliniken bieten inzwischen auch psychologischen Beistand an, damit Paare gut durch diese doch belastende Zeit kommen. Außerdem werden vor der Therapie noch einmal die medizinischen Ursachen für eine mögliche eingeschränkte Fruchtbarkeit sowohl beim Mann als auch bei der Frau geklärt. Zudem sind einige zusätzliche medizinische Untersuchungen und Tests nötig:
  • Toxoplasmosetest (bei der Frau)
  • Hepatitis (bei der Frau)
  • Abklären einer Chalamydieninfektion (bei beiden)
  • Krebsfrüherkennung, Gebärmutterhalskrebs (bei der Frau)
  • Stammbaumanalyse und humangenetische Beratung des Paares
  • Untersuchung erblicher Fruchtbarkeitsstörungen des Mannes, etwa vor einer ICSI
Mehr zu dem Thema: Bild: Gettyimages

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