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Entspannungsübungen vor und während der Geburt

Entspannungsübungen vor und während der Geburt

Bei der Geburt ist es vor allem wichtig, sich der Körperarbeit hinzugeben und „mitzuschwingen“. Massage kann dabei unterstützend wirken. 

Bei der Geburt ist es vor allem wichtig, sich der Körperarbeit hinzugeben und „mitzuschwingen“. Wer sich dabei verkrampft, zum Beispiel im Po oder in den Lippen, kann auch im Beckenboden nicht richtig loslassen und die Eröffnung des Muttermundes kann schwerer fallen. 

Entspannung mit Unterstützung 

Diese körperlichen Anspannungen können mit der Unterstützung deines Partners oder deiner Hebamme leicht positiv verändert werden. So kann dein Partner dir zum Beispiel Signale geben, wo er deine Verspannungen wahrnimmt und kann durch rhythmische Ausstreichungen dazu beitragen, dass du dich besser entspannst. Die folgenden Paarentspannungen eignen sich super für die Geburtsvorbereitung: Die Berührungsentspannung ist eine sanfte und liebevolle Art, sich (gegenseitig) Entspannung zu schenken und sich Gutes zu tun. Dabei könnt ihr auch ruhig gegensietig abwechseln, so dass beide Partner in den Genuß kommen – gleichzeitig bekommen beide ein Gefühl dafür, was der andere mag und wo Blockaden sind. Die "normale" Massage trägt ganz klar zu mehr Wohlbefinden bei und kann ganz verschieden angewendet werden. 

Sachte Berührungsentspannung

Ein Partner legt sich hier in eine bequeme seitliche Entspannungslage, der andere kniet seitlich neben dem Rücken, damit er ganz bequem überall drankommt. Der liegende Partner soll sich nun vollkommen entspannen und sich der Schwerkraft überlassen. Er soll das Gewicht ganz an den Boden abgeben. Der knieende Partner beginnt nun ganz langsam und sachte, seine Hand auf zum Beispiel die Schulter zu legen und sie ganz sacht aufzulegen und dann einsinken zu lassen. Der liegende Partner versucht die Berührung bewusst wahrzunehmen und dorthin zu atmen. Nachdem der Partner die Hand wieder abgenommen hat, versucht der liegende Partner an dieser Stelle immer tiefer in die Entspannung zu gehen und dort immer leichter und leichter zu werden. In dieser Art und Weise werden alle Körperteile durchgegangen und tief entspannt. Nach dieser Behandlung ist es besonders schön, wenn der Körper zum Abschluss so richtig ausgestrichen wird. Die Bewegung sollte dabei durchgehend von oben bis unten in einer kräftigen Streichbewegung ausgeführt werden. Diese Entspannung weckt die Lebensgeister wieder und hilft besser loszulassen.

Massagen

Dabei soll es weniger um ein „durchkneten“ als um ein Ausstreichen und Streicheln gehen, um die Anspannung aus dem Körper zu nehmen. Dabei sollten sich die Partner gegenseitig  sagen, was ihnen angenehm oder unangenehm ist. Es gibt verschiedene Arten der Massagen, jede der Massagen tut besonders in der Schwangerschaft sehr gut.

Fußmassage ( auch mit Tennisball)

Hierbei liegt der eine Partner ganz bequem auf dem Rücken, der andere sitzt davor und beginnt zunächst die Zehen des linken Fußes zu massieren. Dann wird sich dem Fußballen, der Ferse, dem Knöchel, dem Fußgelenk und den oberen Seiten des Fußes gewidmet. Nach einiger Zeit des Nachspürens kommt der andere Fuß dran.

Mit dem Tennisball oder einem Igelball kannst du dir übrigens selbst gut eine sehr intensive Massage geben, indem du im Stehen deinen Fuß auf dem Ball abrollst. Dabei immer wieder den Unterschied zwischen beiden Füßen erspüren. Versuche dabei auch immer wirklich in alle Bereiche des Fußes hineinzugehen – das mag vielleicht zunächst etwas weh tun, aber danach wird es umso besser sein. Kleiner Tipp: danach ein schönes Fußbad nehmen und die Füße mit einer tollen reichhaltigen Fußcreme eincremen und dann hochlegen.

Rückenmassage

Hier gibt es ganz verschiedene Arten der Massage, probiere einfach aus, was dir bzw. euch am besten gefällt.

  • Den Rücken in gleichmäßigen, ruhigen Bewegungen austreichen
  • Mit der hohlen Hand ausklopfen
  • Mit leichten Klopfbewegungen der Fingerkuppen – wie Regentropfen – durchklopfen
  • Mit beiden Händen durchmassieren
  • Links und rechts neben der Wirbelsäule durch kreisende Bewegungen der Finger oder durch Abheben der Hautschicht massieren.

Kreuzbeinmassage

Das ist wohl die wichtigste Massage- sie ist eigentlich eher Druck als eine reine Massage. Bei der Geburt ist das aber für viele Frauen unheimlich entlastend, da der Gegendruck auf die Kreuzschmerzen einen sehr angenehmen Gegendruck erzeugt. Wie geht es? Der Partner übt einen relativ starken Druck auf den Bereich des unteren Kreuzbeins aus. Während der Geburt wird die Frau sehr genau wissen und dem Partner sagen, wie stark der Druck sein darf. Der Partner sollte dabei versuchen, den Druck je nach Wehenintensität anzupassen und zu steigern. Wenn die Wehe geendet ist, empfinden es viele Frauen als sehr angenehm, wenn der ganze Bereich und auch der Po geknetet und / oder ausgestrichen wird.

Oberschenkelmassage

Die Massage auf der Innenseite der Oberschenkel verstärkt das Öffnen und Entspannen des Beckenbodens. Dabei sollten folgendermaßen massiert werden: Schenkel von oben nach unten, bis zum Knie oder den Füßen ausstreichen – dabei am besten im Atemrhythmus der Partnerin bleiben. Diese Art der Massage entspannt, lockert und kann auch den Atem beruhigen.

Quelle: Ines Albrecht -Engel: Geburtsvorbereitung und Geburt. Entspannung und innere Balance, Massagen und Atemübungen. Beltz Verlag 

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